Montag, 6. August 2012

Pimp my Bag!

Ich konnte nicht widerstehen, als ich im neuen Tchibo-Heft
"Aus Liebe zur Kleidung“ das Nähset für die Wendetasche gesehen habe. Was ist da drin? Welche Stoffe hat Tchibo für die Tasche ausgewählt? Wie ist die Anleitung? Quälende Fragen, auf die mir
nur die Bestellung eine Antwort geben konnte….

Also: Flugs bestellt, ein paar Tage später ausgepackt. Es sind zwei verschiedene Stoffabschnitte enthalten. Die Stoffe sind relativ dick, also für eine Tasche schön, da robust. Zusätzlich wird noch ein Bügelvlies mitgeliefert, das auf einen der Stoffe aufgebügelt wird. Dann ist da noch das Schnittmuster und natürlich die Anleitung….
Wow....auf acht (8) Sprachen!

Hmmm, habe ich so gedacht. Bisher habe ich noch keine Anleitung gesehen, die nicht wenigstens einen Fehler hat. Ob in Bild oder Text: Irgendwo steckt ja bekanntlich immer der Fehlerteufel. Auch in meinen Anleitungen, nehme ich an. Erst mal habe ich die Anleitung durchgelesen und fand alles ganz verständlich.

Dann habe ich die Stoffe zugeschnitten. Hach, wie wir Patchworker so sind, bin ich direkt mit dem Hintergedanken dran gegangen:
Hoffentlich bleibt noch was über….
Nun gut, ich habe das Schnittmuster exakt mittig auf beide Stoffe zugleich aufgelegt, wodurch an allen Seiten von beiden Stoffen genau die gleichen Reste übrig blieben. Die habe ich erst mal zur Seite gelegt. Aber nicht für sehr lange.


Bei dem Anblick der ausgeschnittenen Rundungen für die Henkel hatte ich aufgenähte kleine Taschen im Sinn. Dann habe ich mir nochmal die Streifen angesehen und als Kontrast jeweils auf den anderen Stoff gelegt.


Da die Stoffe so dick sind, entschloss ich mich, die Streifen und die Tasche nur knappkantig aufzunähen und dann mit Spitze, Kordel
und Zackenlitze zu verschönern.


Und schon war ich mittendrin, die Tasche optisch aufzupeppen.


Auch die aufgenähten Taschen habe ich mit Kordel verschönert.


Dann ging es weiter mit der Tchibo-Anleitung und ich muss sagen: Man kann mit ein bisschen Nähverständnis gut danach nähen.


Sehr einleuchtend fand ich den Hinweis ziemlich zum Schluss,
als die letzte Naht knappkantig geschlossen werden sollte:
„Gehen Sie sehr sorgfältig vor, da diese Naht sichtbar bleibt!“
Jo…ein gut gemeinter Rat, aber auch eine kleine Herausforderung
für Einsteiger würde ich sagen.


Und ein Fehler? Ja: Ein Bild zeigt, wie man eine Naht auseinander bügelt. Da die beiden Teile, die man da zusammengenäht hat, aber unten bereits ein Teil sind, ist das Bügeln nicht ganz so entspannt wie auf dem Bild….Aber alles in allem hat man sich sehr viel Mühe gegeben, und ich find‘ es klasse!


Hier noch mal ein paar Bilder von meiner „gepimpten“ Tasche von der einen...


... und dann von der anderen Seite:


So, jetzt zu den Resten: Zwei kleine Mini-Täschchen in Dreiecksform und eine weitere Tasche sind dabei entstanden.



Natürlich auch„gepimpt“…..


Viel Spaß beim Nacharbeiten!

Liebe Grüße

Claudia

Kommentare:

  1. Die Tasche hast Du wunderschön verziert und gepimpt. Erstaunlich, wieviel Du aus dem Stoff "herausgeholt" hast. Bei uns ist das Nähset leider alle.
    LG Grit

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Tja, wie schon gesagt: Ich musste mich sehr zussammenreissen die Vorlage mittig aufzulegen :-))
      Und erst dadurch hatte ich die "gleichen" Reste.
      Liebe Grüße
      Claudia

      Löschen
  2. Deine Tasche ist super geworden!!! Mit diesen "gepimpten Extras" hast Du gleich wieder ein Unikat.
    Pstchworkerinnen können eben mit jedem Stofffetzen was anfangen "lach".
    Ich wünsch Dir weiterhin viele Ideen.
    Liebe Grüße
    Barbara

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Lieben Dank! Die Ideen nehmen kein Ende!
      Viele Grüße
      Claudia

      Löschen